Liebe Schülerinnen und Schüler des THG,

wir stehen heute hier, um an ein wichtiges Ereignis zu erinnern. Vor 70 Jahren verabschiedeten die vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, ein Meilenstein für die Menschen in der ganzen Welt. Nach den Schrecken des zweiten Weltkrieges beschlossen unsere Vorfahren, dass der Krieg, die Gewalt, der Hass, die Ausgrenzung, die Verfolgung, die Ungerechtigkeit endlich ein Ende haben müssen. Es ist seit damals viel passiert, es hat sich viel verändert. Und ich bin froh sagen zu können, dass sich viel zum Guten verändert hat!

Doch wir sind noch nicht am Ziel: einer Welt, in der jeder Mensch gerne lebt. Ich sage deshalb: es liegt in unserer Verantwortung, wir haben die Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass die Menschenrechte wie sie vor 70 Jahren deklariert wurden gewahrt werden und den Menschen, die noch nicht davon profitieren, die unschuldig in Gefängnissen sitzen, die wegen ihrer Meinung bedroht werden, die diskriminiert werden, weil sie so sind, wie sie sind, die ungerecht behandelt werden, eine Hand zu reichen, ihnen zu helfen und dafür zu sorgen, dass sich unsere Welt weiter zum Guten verändert.

Wie können wir als Jugendliche hier in Deutschland etwas bewirken?

Zum Beispiel nehmen ja einige am Briefmarathon teil und versuchen auf diese Weise, Menschen, die ungerechte Behandlung erfahren, zu helfen. Zum Beispiel haben wir durch den Sponsorenlauf tausende Euros an bedürftige Menschen gespendet. Zum Beispiel können wir Fairtrade-Produkte kaufen und somit Gerechtigkeit am anderen Ende der Welt herstellen. Aber auch wenn eine Person in der Klasse, in einem Verein oder in der Öffentlichkeit ausgegrenzt wird, weil sie eine andere Religion oder Herkunft hat, anders aussieht oder sich anders verhält als der Rest, kann man sich dazu äußern, sagen, dass die Person es verdient so behandelt zu werden wie alle anderen auch und der Person auf diese Weise zu helfen.

Lasst uns also heute darüber nachdenken, wie wir selbst persönlich die Welt verbessern können und in diesem Sinne möchte ich meine Rede beenden mit den Worten: Lasst uns Hände reichen.

Vielen Dank.

Jonathan Noch (Sozialsprecher der SMV)